Samstag, 21. Mai 2011

BVB-Meisterschaftsfinale (2)









Zweimal Post vom BVB

Gerade mal vor einer Woche wurde die Meisterschale übergeben und in einer gigantischen Fete angemessen bejubelt. Wer denkt, der Deutsche Meister macht jetzt Urlaub, der irrt. In der zurückliegenden Woche gab es zweimal Post vom BVB. Zunächst mit Werbung für eine natürlich limitierte Meister-Sonderedition einer Automarke. Und heute war ein "Meisterkatalog 2011" im Briefkasten: Meister-T-Shirts, Meisterschals, Meisterfeuerzeuge, Meisterwimpel, Meisterschale (echt Blech), Meisterwimpel, Meisterschokolade, Meisterpostkarten. Alles was das BVB-Herz begehrt kann man kaufen. Hoffentlich reicht hinterher das Geld noch für die neuen Dauerkarten. Dazu wird es in den nächsten Tagen auch noch Post geben. So ist das halt: man muss das Eisen schmieden solange es noch heiß ist.

Montag, 9. Mai 2011

Nuri Sahin - Ein Schnäppchen für Real Madrid


Auch wenn Nuri Sahin und sein Berater sich in den letzten Wochen noch geziert haben. Die Spatzen pfiffen es längst von allen Dächern. Jetzt ist der Wechsel zu Real Madrid öffentlich gemacht. Die Verlockungen des großen Geldes waren unwiderstehlich. Das sind die Gesetze des Profifußballes.Sentimentalitäten haben da kein Platz. Denn worum sollte es bei dem Wechsel sonst gehen, wenn nicht ums Geschäft. Der BVB ist Meister und spielt in der Champions League. Madrid wird in dieser Saison nicht Meister, aber die Champions League ist gesichert. Der BVB hat eine junge Mannschaft, in der der Zusammenhalt zumindest in dieser Saison sehr groß war. So etwas ist im Profifußball die seltene Ausnahme. Real Madrid kann sich sicher die teuersten Spieler der Welt zusammenkaufen. Ob das aber gleichzusetzen ist mit dem Zusammenhalt in Dortmund? Der BVB spielt in einem stimmungsvollen Stadion, im Schnitt vor mehr als 79.000 Zuschauern. Das ist auch von Real nicht ansatzweise zu toppen.

In Madrid bekommt Nuri Sahin einen langfristigen Vertrag mit einem Gehalt, welches in Dortmund nicht möglich ist. Es würde den Gehaltsrahmen sprengen und nachvollziehbar Begehrlichkeiten der anderen Spieler wecken. Insoweit kann Borussia Dortmund da auch nicht gegen halten.

Kein Vorwurf an Nuri Sahin. Er ist Profifußballer. Einen 6-Jahresvertrag über 15 Millionen Euro kann niemand ablehnen. Nicht der Spieler ist unmoralisch, das Angebot ist es. Mit einer Ablöse von 10 Millionen Euro, die sich aus einer Ausstiegsklausel im Vertragsverhältnis in Dortmund ergibt, ist Real bestens bedient.

Nuri Sahin hat einen großen Anteil an der Meisterschaft des BVB. Dafür verdient er Anerkennung und Respekt.

Samstag, 30. April 2011

BVB: Deutscher Fußballmeister 2011

Orkanartiger Jubelstürme, überschäumende Freude, unbeschreibliche Glücksmomente. Wer will das in Worte fassen, wenn der eigene Verein Fußballmeister ist? Man muss dabei gewesen sein. Man muss die Spiele dieser Saison gesehen haben, um die Leistung dieser jungen Mannschaft halbwegs zu begreifen. Und die Freude potentiert sich, wenn man die letzten 15 Jahre des BVB im Stadion miterlebt hat. Der Gipfel im europäischen Fußball 1997, gegen Juventus Turin in München, dann sogar der Weltpokal. 2001/2002 wieder die Deutsche Meisterschaft mit dem "Endspiel" am letzten Spieltag gegen Werder Bremen. Koller und Everthon erzielten die Dortmunder Tore. Dann der tiefe Fall in den Jahren darauf. Fast die finanzielle Pleite und das Aus.

Niemand den man ernst nimmt hätte am Anfang der Saison den jetzigen Erfolg vorhergesagt. Dann zog der BVB der Konkurrenz auf und davon, spielte einen großen Punktevorsprung heraus. Der war in den letzten Spieltagen zusammengescholzen. Die Spannung und der Druck waren gestiegen. Das jetzt noch verspielen und wir wären die Lachnummer der Nation gewesen.

Das Spiel gestern gegen Nürnberg, die bis zur BVB-Führung stark aufspielten, teilweise den größeren Spielanteil hatten. Barrios und Lewandowski schossen Dortmund die Halbzeitführung heraus. Das Stadion brodelte und kochte. In Köln stand es gegen Leverkusen zur Halbzeit noch unentschieden, das wäre es doch schon. Als die die Kölner in Führung gingen, sprach sich das im Dortmunder Stadion mit rasender Geschwindigkeit herum. Dann die bestätigende Lautsprecherdurchsage. Jetzt gab es auf den Rängen fast kein Halten mehr. Kollektiver Wahnsinn, den man nicht beschreiben kann. Das 2:0 in Köln. Gibt es noch eine Steigerung zu Wahnsinn? Das Spiel gegen Nürnberg wurde auf den Rängen zur Randbegleitung. Der Schlusspfiff und die unendliche Jubelfeier.Mehr geht einfach nicht.

Mehr Bilder und Videos in Kürze!

Samstag, 23. April 2011

Entscheidung erst am letzten Spieltag?

Das Spiel gegen die kleine Borussia aus Gladbach ist mit 0:1 vergeigt. Frohe Ostern! Die Ostereier bleiben dem BVB-Fan fast im Halse stecken. Es hilft nichts, dass Dortmund wieder einmal total überlegen spielte, die deutlich größeren Spielanteille hatte, 6 zu 24 Torchancen herausholte, zweimal die Latte beziehungsweise den Pfosten traf (zweiundwanzigmal schon in dieser Saison). Auch die Unterstützung durch mehr als 20.000 BVB-Anhänger half in Gladbach nichts. Da Leverkusen erwartungsgemäß gewonnen hat, ist der Vorsprung auf fünf Punkte geschmolzen. Das bei noch drei ausstehenden Spielen. Jetzt folgt das Heimspiel gegen in dieser Saison sehr starke Nürnberger: schwer. Dann kommt das letzte Auswärtsspiel gegen Werder Bremen, die sich mit dem Sieg gegen St. Pauli den Klassenerhalt gesichert haben. Das wird noch schwerer. Wenn Leverkusen seine Spiele in Köln und gegen Hamburg gewinnt, womit zu rechnen ist, da beide Gegner von der Rolle sind. Dann wird es eng. Holt Borussia nur einen Punkt in den beiden nächsten Spielen, dann wäre man vor dem letzten Saisonspiel punktegleich mit Leverkusen. Dann käme es zum großen Finale. Es kann aber noch schlechter kommen, wenn der BVB die nächsten beiden Spiele verliert. Dann könnte Leverkusen mit einem Punkt Vorsprung zum letzten Spiel nach Freiburg fahren. Das wäre ganz schlecht. Es kann natürlich alles ganz anders laufen. Dortmund haut Nürnberg weg und holt mindestens einen Punkt in Bremen und wäre damit Meister. Und so darf man spekulieren und die Punkte bis zum nächsten Spieltag hin- und herschieben. Muss man sich darüber beschweren? Bayern München und Schalke 04 haben zum Glück solche Sorgen nicht. Eines steht fest: in (spätestens) drei Wochen sind wir alle schlauer.