Montag, 9. Mai 2011

Nuri Sahin - Ein Schnäppchen für Real Madrid


Auch wenn Nuri Sahin und sein Berater sich in den letzten Wochen noch geziert haben. Die Spatzen pfiffen es längst von allen Dächern. Jetzt ist der Wechsel zu Real Madrid öffentlich gemacht. Die Verlockungen des großen Geldes waren unwiderstehlich. Das sind die Gesetze des Profifußballes.Sentimentalitäten haben da kein Platz. Denn worum sollte es bei dem Wechsel sonst gehen, wenn nicht ums Geschäft. Der BVB ist Meister und spielt in der Champions League. Madrid wird in dieser Saison nicht Meister, aber die Champions League ist gesichert. Der BVB hat eine junge Mannschaft, in der der Zusammenhalt zumindest in dieser Saison sehr groß war. So etwas ist im Profifußball die seltene Ausnahme. Real Madrid kann sich sicher die teuersten Spieler der Welt zusammenkaufen. Ob das aber gleichzusetzen ist mit dem Zusammenhalt in Dortmund? Der BVB spielt in einem stimmungsvollen Stadion, im Schnitt vor mehr als 79.000 Zuschauern. Das ist auch von Real nicht ansatzweise zu toppen.

In Madrid bekommt Nuri Sahin einen langfristigen Vertrag mit einem Gehalt, welches in Dortmund nicht möglich ist. Es würde den Gehaltsrahmen sprengen und nachvollziehbar Begehrlichkeiten der anderen Spieler wecken. Insoweit kann Borussia Dortmund da auch nicht gegen halten.

Kein Vorwurf an Nuri Sahin. Er ist Profifußballer. Einen 6-Jahresvertrag über 15 Millionen Euro kann niemand ablehnen. Nicht der Spieler ist unmoralisch, das Angebot ist es. Mit einer Ablöse von 10 Millionen Euro, die sich aus einer Ausstiegsklausel im Vertragsverhältnis in Dortmund ergibt, ist Real bestens bedient.

Nuri Sahin hat einen großen Anteil an der Meisterschaft des BVB. Dafür verdient er Anerkennung und Respekt.

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