Dreieinhalb Stunden anstehen für die Dauerkarten, bei Temperaturen von 30 Grad im Schatten, den es aber kaum an der Geschäftsstelle gab. Dafür den Lärm von der B1 samt Benzingestank. Der BVB verlangt seinen Fans tatsächlich wahre Liebe und eine Menge Geld ab. Die Dauerkartenausgabe wurde gegenüber den Vorjahren geändert. Es gibt verschiedene "Pakate" die einem angeboten werden. Zunächst kann man als Dauerkarteninhaber die Bundesligaheimspiele ordern. Dann gibt es, sofern man eine Dauerkarte mit Option hat, die Champions-League-Heimspiele zu erwerben. Wenn man die Option zieht, dann darf man zunächst die drei Gruppenspiele mit bezahlen. Denn es steht ja fest, dass der BVB diese bestreitet. Nur wann die Heimspiele statt finden und gegen wen, das steht noch nicht fest. Man kauft also die Katze im Sack. Sollte Dortmund weiter kommen, dann werden einem die Beträge für die entsprechenden Tickets vom Bankkonto abgezogen. Diese Verpflichtung ist man natürlich mit der Buchung des Pakets "Inernational" eingegangen. Als drittes Paket konnte man dann noch die Heimspiele im Rahmen des DFB-Pokals buchen. Ob das überhaupt zum Tragen kommt wird man sehen. Die Einzugsermächtigung hat der BVB schon. Sicher ist sicher!
Bisher war das mit der Option etwas anders. Man konnte von Spiel zu Spiel entscheiden, ob man seine Option wahrnimmt. Aber das geht aus organisatorischen Gründen nicht mehr, so der BVB.
Dazu ein User im Westline-Forum:
"Auch eine Sache, die der Erfolg mit sich bringt. Kompliziertere und unfreundlicheres Verhalten der Ticketabteilung. Sie sind ja nicht auf den einzelnen angewiesen. Ein weiterer Baustein neben Abzockhotline und Versandabzocke."
Ich lasse das mal so unkommentiert so stehen. Fest steht aber, dass das Zeitfenster für die Dauerkarteneinlösung deutlich verkürzt wurde. Das hat auch zu den langen Warteschlangen beim Ticketverkauf geführt. Das kann man mit Sicherheit auch kundenfreundlicher abwickeln. Zwar kommt der BVB so schneller an sein Geld. Doch wer dreieinhalb Stunden angestanden hat, wird dazu seine eigene Meinung haben. Natürlich kann man das Ganze auch auf dem Postweg abwickeln. Nicht Wenige halten diesen Weg aber nicht für 100 % sicher. Ich auch nicht. Finde ich doch häufiger Sachen im Briefkasten, die nicht für mich bestimmt sind. Andersherum funktioniert es ebenso (nicht).
Man kann alldem entgegen halten, dass alles freiwillig ist. Stimmt! Unschön bleiben verschiedene Dinge gleichwohl.
Vielleicht sind die ganzen Umstände des Profifußballs der Grund, warum ich die Frauen-WM derzeit so unbeschwert genieße. Nicht nur, dass dort weder Bayern noch Schalker angefeuert werden müssen. Das Ganze drum herum ist vom Profit noch deutlich unbefleckter. Und die Mädels spielen einen herzerfrischenden Fußball.
Dienstag, 28. Juni 2011
Samstag, 21. Mai 2011
Zweimal Post vom BVB
Gerade mal vor einer Woche wurde die Meisterschale übergeben und in einer gigantischen Fete angemessen bejubelt. Wer denkt, der Deutsche Meister macht jetzt Urlaub, der irrt. In der zurückliegenden Woche gab es zweimal Post vom BVB. Zunächst mit Werbung für eine natürlich limitierte Meister-Sonderedition einer Automarke. Und heute war ein "Meisterkatalog 2011" im Briefkasten: Meister-T-Shirts, Meisterschals, Meisterfeuerzeuge, Meisterwimpel, Meisterschale (echt Blech), Meisterwimpel, Meisterschokolade, Meisterpostkarten. Alles was das BVB-Herz begehrt kann man kaufen. Hoffentlich reicht hinterher das Geld noch für die neuen Dauerkarten. Dazu wird es in den nächsten Tagen auch noch Post geben. So ist das halt: man muss das Eisen schmieden solange es noch heiß ist.
Montag, 16. Mai 2011
Montag, 9. Mai 2011
Nuri Sahin - Ein Schnäppchen für Real Madrid
Auch wenn Nuri Sahin und sein Berater sich in den letzten Wochen noch geziert haben. Die Spatzen pfiffen es längst von allen Dächern. Jetzt ist der Wechsel zu Real Madrid öffentlich gemacht. Die Verlockungen des großen Geldes waren unwiderstehlich. Das sind die Gesetze des Profifußballes.Sentimentalitäten haben da kein Platz. Denn worum sollte es bei dem Wechsel sonst gehen, wenn nicht ums Geschäft. Der BVB ist Meister und spielt in der Champions League. Madrid wird in dieser Saison nicht Meister, aber die Champions League ist gesichert. Der BVB hat eine junge Mannschaft, in der der Zusammenhalt zumindest in dieser Saison sehr groß war. So etwas ist im Profifußball die seltene Ausnahme. Real Madrid kann sich sicher die teuersten Spieler der Welt zusammenkaufen. Ob das aber gleichzusetzen ist mit dem Zusammenhalt in Dortmund? Der BVB spielt in einem stimmungsvollen Stadion, im Schnitt vor mehr als 79.000 Zuschauern. Das ist auch von Real nicht ansatzweise zu toppen.
In Madrid bekommt Nuri Sahin einen langfristigen Vertrag mit einem Gehalt, welches in Dortmund nicht möglich ist. Es würde den Gehaltsrahmen sprengen und nachvollziehbar Begehrlichkeiten der anderen Spieler wecken. Insoweit kann Borussia Dortmund da auch nicht gegen halten.
Kein Vorwurf an Nuri Sahin. Er ist Profifußballer. Einen 6-Jahresvertrag über 15 Millionen Euro kann niemand ablehnen. Nicht der Spieler ist unmoralisch, das Angebot ist es. Mit einer Ablöse von 10 Millionen Euro, die sich aus einer Ausstiegsklausel im Vertragsverhältnis in Dortmund ergibt, ist Real bestens bedient.
Nuri Sahin hat einen großen Anteil an der Meisterschaft des BVB. Dafür verdient er Anerkennung und Respekt.
Montag, 2. Mai 2011
Samstag, 30. April 2011
BVB: Deutscher Fußballmeister 2011
Orkanartiger Jubelstürme, überschäumende Freude, unbeschreibliche Glücksmomente. Wer will das in Worte fassen, wenn der eigene Verein Fußballmeister ist? Man muss dabei gewesen sein. Man muss die Spiele dieser Saison gesehen haben, um die Leistung dieser jungen Mannschaft halbwegs zu begreifen. Und die Freude potentiert sich, wenn man die letzten 15 Jahre des BVB im Stadion miterlebt hat. Der Gipfel im europäischen Fußball 1997, gegen Juventus Turin in München, dann sogar der Weltpokal. 2001/2002 wieder die Deutsche Meisterschaft mit dem "Endspiel" am letzten Spieltag gegen Werder Bremen. Koller und Everthon erzielten die Dortmunder Tore. Dann der tiefe Fall in den Jahren darauf. Fast die finanzielle Pleite und das Aus.
Niemand den man ernst nimmt hätte am Anfang der Saison den jetzigen Erfolg vorhergesagt. Dann zog der BVB der Konkurrenz auf und davon, spielte einen großen Punktevorsprung heraus. Der war in den letzten Spieltagen zusammengescholzen. Die Spannung und der Druck waren gestiegen. Das jetzt noch verspielen und wir wären die Lachnummer der Nation gewesen.
Das Spiel gestern gegen Nürnberg, die bis zur BVB-Führung stark aufspielten, teilweise den größeren Spielanteil hatten. Barrios und Lewandowski schossen Dortmund die Halbzeitführung heraus. Das Stadion brodelte und kochte. In Köln stand es gegen Leverkusen zur Halbzeit noch unentschieden, das wäre es doch schon. Als die die Kölner in Führung gingen, sprach sich das im Dortmunder Stadion mit rasender Geschwindigkeit herum. Dann die bestätigende Lautsprecherdurchsage. Jetzt gab es auf den Rängen fast kein Halten mehr. Kollektiver Wahnsinn, den man nicht beschreiben kann. Das 2:0 in Köln. Gibt es noch eine Steigerung zu Wahnsinn? Das Spiel gegen Nürnberg wurde auf den Rängen zur Randbegleitung. Der Schlusspfiff und die unendliche Jubelfeier.Mehr geht einfach nicht.
Mehr Bilder und Videos in Kürze!
Niemand den man ernst nimmt hätte am Anfang der Saison den jetzigen Erfolg vorhergesagt. Dann zog der BVB der Konkurrenz auf und davon, spielte einen großen Punktevorsprung heraus. Der war in den letzten Spieltagen zusammengescholzen. Die Spannung und der Druck waren gestiegen. Das jetzt noch verspielen und wir wären die Lachnummer der Nation gewesen.
Das Spiel gestern gegen Nürnberg, die bis zur BVB-Führung stark aufspielten, teilweise den größeren Spielanteil hatten. Barrios und Lewandowski schossen Dortmund die Halbzeitführung heraus. Das Stadion brodelte und kochte. In Köln stand es gegen Leverkusen zur Halbzeit noch unentschieden, das wäre es doch schon. Als die die Kölner in Führung gingen, sprach sich das im Dortmunder Stadion mit rasender Geschwindigkeit herum. Dann die bestätigende Lautsprecherdurchsage. Jetzt gab es auf den Rängen fast kein Halten mehr. Kollektiver Wahnsinn, den man nicht beschreiben kann. Das 2:0 in Köln. Gibt es noch eine Steigerung zu Wahnsinn? Das Spiel gegen Nürnberg wurde auf den Rängen zur Randbegleitung. Der Schlusspfiff und die unendliche Jubelfeier.Mehr geht einfach nicht.
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