Sonntag, 2. Mai 2010

Heulen müssen nur die Wölfe





Das letzte Heimspiel. Mit dem Saisonverlauf konnte man schon vorher zufrieden sein. Jetzt winkte noch der dritte Tabellenplatz. Dazu musste man aber gegen die "Wölfe" gewinnen. Borussia machte von Beginn viel Druck. Die Schwarzgelben zeigten riesige Laufbereitschaft, bestimmten das Spiel. Zwischendurch zeigten die Wolfsburger aber immer wieder, dass sie hervorragende Einzelspieler haben, die insbesondere in der Offensive spielentscheidende Zweikämpfe gewinnen können. Man darf sie nie aus den Augen lassen. Gleichwohl war der BVB spielüberlegend und erarbeitete sich gute Tormöglichkeiten. Nach gut einer halben Stunde pfiff der Schiedsrichter einen Elfmeter vor der Südtribüne. Nuri Sahin trat an. Doch weder plaziert noch hart genug geschossen. Wolfsburgs guter Torwart hatte keine großen Schwierigkeiten den Ball abzuwehren. So blieb es bis zur Halbzeit beim Null zu Null. Mit dem Spiel konnte man zufrieden sein. Mit dem Ergebnis nicht.
In der zweiten Halbzeit übernahm Wolfsburg das Kommando. Sie hatten riesige Torchancen. Weidenfeller konnte einige Male zeigen, dass er gut in Form ist. Schließlich kam es aber so, wie es kommen mußte. Wolfsburg machte das Eins zu Null. Verdient zu dieser Phase.
So würde es mit dem dritten Platz nichts, zumal Dortmunds Spieler dem hohen Laufaufwand in der ersten Halbzeit mehr und mehr Tribut zollen musste. Und in Gelsenkirchen führte Werder Bremen.
Jürgen Klopp wechselte aus. Neben Dede, Rangelow kam ein Spieler mit dem Namen ...???
Einige Minuten nach der Einwechselung war er dann jedem im Stadion bekannt: STIEPERMANN. Der Junge erzielte nämlich den Ausgleich für die Borussia. Jetzt raffte sich die Mannschaft nochmals auf, angetrieben durch die frenetischen Anfeuerungen des ganzen Stadions. Auf den Rängen brodelte und kochte es jetzt richtig. Die Dortmunder Mannschaft bekam endlich wieder Oberwasser. Letzlich reichte es nicht mehr. Mit dem Abpfiff sanken eine Reihe von Dortmunder Spielern auf den Rasen, wohl zu gleichen Teilen aus Erschöpfung und aus Enttäuschung. Doch jetzt zeigte sich, dass Dortmunds Anhänger doch eine ganz besondere Sorte sind. Prasselnder Applaus und Gesänge von der Süd zeigten der Mannschaft, dass sie durchaus etwas in dieser Saison erreicht hat und sich Respekt und Anerkennung verdient hat. Und so wurde im Stadion noch ausgiebig gemeinsam mit der Mannschaft gefeiert. Am Samstag geht`s noch zum letzten Spiel nach Freiburg. Doch im eigenen Stadion hieß es jetzt für 3 Monate Abschied nehmen.




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