Dienstag, 14. Dezember 2010

Oh du fröhlicher BVB!




43 Punkte vor dem letzten Spiel der Bundesligahinrunde. Sieg gegen teilweise recht ordentlich spielende Bremer. Traditioneller Auftritt der "Sonnenkinder" beim letzten Heimspiel des Jahres. Meisterschaft? Den Augenblick genießen und zurück lehnen. Da die 6.000 Werder Fans eine schöne Choreografie präsentiert haben, ausnahmsweise mal ein Bild vom "Gegner".

Sonntag, 28. November 2010

Wer wir deutscher M.... ???

Wer wie ich seit über 15 Jahren auf der Südtribüne die Heimspiele von Borussia Dortmund verfolgt, reibt sich gelegentlich die Augen, muss sich vergewissern, dass es kein Traum ist. Der BVB ist nicht nur Spitzenreiter. Diese junge Mannschaft spielt Fußball, dass es Spaß macht zuzuschauen. Man freut sich auf die Spiele. So ist dann die Stimmung schon vor Spielbeginn auf der Südtribüne ausgelassen fröhlich, erwartungsfroh und ja auch mitreißend, so wie zuletzt gegen den HSV und Borussia Mönchengladbach.

Vor dem Hamburg-Spiel trat Nena auf und sang „unser“ Lied „Ich geh mit Dir wohin Du willst“. Klar, dass die Südtribüne voll mitmachte. Der Auftritt war ein Dank des Vereins an die Fans für die Unterstützung. Als danach You`ll never walk alone“ angestimmt wurde dachte ich, schöner kann es nicht mehr werden. Soviel Stimmung schon vor dem Spiel? Doch die Mannschaft sorgte für weiter Höhepunkte während des Spiels, auch wenn sich die Mannschaften in der ersten Halbzeit neutralisierten und Trraumszenen fast völlig fehlten. In der zweiten Halbzeit wurde der HSV an die Wand gespielt, das Spiel mit 2:0 gewonnen.

Und gestern gegen die „kleine“ Borussia aus Gladbach, hier auch liebevoll die „falsche“ Borussia genannt. Der BVB machte mächtig Tempo und es gab schöne Spielzüge, große Laufbereitschaft (wie immer) und man konnte keinen Zweifel haben, wer gewinnen würde. Bis die Gladbacher nach gut dreißig Minuten mit einem schönen Schuss von Reuss (?) in Führung gingen. Aber auf Grund der Erfahrungen der letzten Wochen blieb auf Dortmunder Seiter die Zuversicht, auch wenn in Folge die Spielanlage nicht mehr so zwingend war. Dass Neven Subotic in der Nachspielzeit mit einem Kopfball der Ausgleich gelang, war ein enorm günstiger Zeitpunkt. Die Gladbacher wurden damit verunsichert in die Halbzeitpause geschickt. Es dauerte nach Spielbeginn einige Minuten bis Borussia dem Gegner wieder ihr Spiel aufdrücken konnte. Danach vielen endlich zwangsläufig die Tore. Shinji Kakawa umkurvte nach einem Traumpass von Mario Götze Gladbachs guten Torwart und erzielte die Führung. Riesenjubel im Stadion. Schade nur, dass einige es lustig finden Bierbecher nach unten zu werfen. Ich bekam eine volle Ladung in den Nacken. Bei eisigen Temperaturen ein besonderes Vergnügen. Doch keine Zeit zu lamentieren. Borussia machte weiter Dampf. Kevin Großkreuz nach einem Zauberhackentrick von Lucas Barrios und dann noch Lucas selbst schossen das 4:1 heraus. Nicht, dass die Gladbacher keine Torchancen hatten. Zum einen zeigte Roman Weidenfeller in unserem Tor, dass er dem hohen Niveaue der Mannschaft entspricht. Und zum anderen war die kleine Borussia doch restlos überfordert.

Auf der Südtribüne wurden die Meisterschaftsgesänge angestimmt. Das ist doch auch nachvollziehbar. Ist aber gut, dass Spieler und Offizielle den Ball flach halten und das Wort von der „M... „ nicht in den Mund nehmen. Die Bayern haben sich stabilisiert und die 14 Punkte Rückstand sind ja deutlich weniger als der 24 Punkte-Rückstand der Truppe aus Gelsenkirchen.

Genießen wir die Situation; es gibt schließlich Schlimmeres.

Montag, 4. Oktober 2010

Auch die Bayern lassen die Punkte in Dortmund


Erst der Derbysieg! Jetzt das 2:0 gegen die Bayern. Es ist nicht ganz leicht auf dem Boden zu bleiben. Gut, dass erstmal 2 Wochen Länderspielpause undf danach ein Ausswärtsspiel in Köln ist. Es ist ja zig Mal im Fernsehen gelaufen und die Zeitungen haben auch berichtet. Also, ganz kurz. In der Halbzeit haben die Münchner das Spiel klar dominiert. Das O:0 zur Halbzeit war überaus glücklich. Doch mit der zweiten Halbzeit drehten sich die Kräfteverhältnisse vollends. Der BVB zerstörte das Bayernspiel schon in Ansätzen und es rollte Angriff über Angriff. Und Lucas machte früh das 1:0. Es folgte der Freistoß zum 2:0 durch Nuri Sahin, ein Tor mit Ansage. Die Südtribüne tobte schon vor der Ausführung. Und danach war vielleicht was los. Selbst die Leute von den teuren Sitzplätzen feierten jetzt mit. Der "Tempel" bebte und Nenas "Ich geh mit dir wohin du willst" (Leuchtturm)wurde von dem größten und lautesten Chor präsentiert.

Nach dem Schlusspfiff wurde die Mannschaft minutenlang frenetisch gefeiert. Die Bayernbosse mit Uli Hoeness liefen an der Mittellinie über den Platz und wurden mit einem freundlichen "Aufwiedersehen" verabschiedet. Nur Dortmunds Trainer Jürgen Klopp ließ sich nicht sehen. Doch nach 20 minütiger unüberhörbaren Aufforderungen von der Südtribüne kam er endlich doch und feierte mit den Fans den Sieg über den beliebten Rekordmeister aus dem Süden Deutschlands. Nee was ist das schön!

Mittwoch, 22. September 2010

5 : 0 gegen arme "Teufel"



Nach dem 1:3-Erfolg im Derby war die Stimmung schon vor dem Spiel gegen Kaiserslautern bestens. Man vermochte gar nicht zu glauben, dass der Jubel beim Einlaufen der Mannschaft vor dem Spiel noch zu toppen sein würde. Doch genau das passierte bei diesem Fußballfest in Dortmund. Es begann etwas holprig gegen die "Teufel" vom Betzeberg, die mit viel Einsatz starteten. Doch bald schon übernahm Borussia das Kommando. Das 1:0 von Lucas Barrios nach einer halben Stunde war die logische Folge. Und nachdem nur wenig später Großkreutz das 2:0 besorgte, waren die Kräfteverhältnisse auf dem Platz klar gestellt. Die zweite Halbzeit brachte dann noch eine Steigerung. Spielkultur, technische Finessen und eine unglaubliche Laufbereitschaft der Borussia versetzte die eigenen Anhänger in einen Freudentaumel. Hummels, Lewandowski und wieder Barrios sorgten für das 5:0. Lautern hatte dem nichts entgegen zu setzen. Lieblingsspieler der Massen war der Derbyheld Kagawa, der mit Gesängen überschüttet wurde. Brav verabschiedete sich der Japaner nach dem Spiel mit einer Verbeugung. Ein wunderschöner Abschluss eines Fußballfestes.

Sonntag, 19. September 2010

DERBYSIEGER


Das sind sie:

Kagawa

Lewandowski

Weidenfeller

Owomoyela

Subotic

Hummels

Schmelzer

Bender

Großkreuz (Dortmunder Jungs)

Sahin

Götze

Kuba

Barrios

Piszcek

Jungs, jetzt nicht abheben. Das war gegen den Tabellenletzten!

Sonntag, 22. August 2010

Auftakt: Nichts zu machen gegen Bayer

Leverkusen bestimmte die Anfangsphase und es wurde deutlich, dass es heute sehr schwer werden würde. Trotzdem hatte der BVB in Halbzeit 1 einige Chancen. Kagawa spielte sich einmal gut durch und der Leverkusener Adler musste auch sonst einige Male klären. Aber insgesamt ware es zu wenig. Es ging ganz schnell. Zunächst ein Latten- oder Pfostenknaller (Leverkusen spielte zunächst auf die Nordtribüne). Dann zwei blitzsauber herausgespielte Bayer-Tore mit der BVB-Abwehr als Statisten. Borussia war geschockt.

In der 2. Halbzeit stellte sich die Werkself des Aspirinhersteller hinten rein. Der BVB rannte ziemlich strukturlos dagegen an. Das Spiel war schon nach den beiden Toren entschieden. Teilweise starker und abgebrühter Auftritt von Leverkusen.

Zuschauer: 73.000

Stimmung: die Süd machte ordentlich Dampf, selbst nach dem 2:0; die Leverkusener hörte man erst in der Schlussviertelstunde, als der BVB erkennbar resignierte.

Samstag, 21. August 2010

Jetzt geht`s los!


So schrecklich fußballlos war es ja nicht. Europameisterschaft, bald danach Trainingsauftakt (Foto), Vorbereitungskick unter anderem gegen Manchester City, 3:0 Pokalsieg gegen Wacker Burghausen (Barrios, Subotic und Großkreutz) und am vergangenen Donnerstag das erste Qualifikationsspiel für die Europa League gegen (ich habe gerade nochmal in der Zeitung nachgesehen) Qarabag Agdam aus Asaibadschan. Das Spiel fand mitten in der Nacht statt. Warum so ein Spiel um 21.05 Uhr angepfiffen werden muss, verstehen wohl nur diejenigen, die damit Geld verdienen. Aber immerhin schaffen 47.500 Verrückte den Weg ins Stadion.

Bei europäischen Spielen werden auch auf der Südtribüne Sitzplätze ausgewiesen, mit der Folge, dass nur noch 16.000 statt 25.000 eingelassen werden. Es wird kontrolliert, dass man seinen zugewiesenen Block einnimmt, der dann von dem ursprünglichen Block für Bundesligaspiele abweichen kann. Da kann es passieren, dass man, wenn man sonst mit mehreren unterwegs ist, auseinandergerissen wird. Unschön, europäisch, bürokratisch, wie schon die Tatsache an sich, dass die "Süd" dermaßen ausgedünnt wird. Wenn es bei europäischen Spielen aus Sicherheitsgründen so sein muss, warum geht es dann bei Bundesligaspielen? Aufregen hilft nichts, weil die versteinerten Fußballfunktionäre mit den dicken Gehältern meinen Blog nicht lesen.

Zum Spiel: Die Mannschaft aus Aserbaidschan war völlig überfordert. Borussia merkt man es an, dass sie sehr konzentriert und mit hohem Tempo ein gutes Ergebnis vorlegen will. Die Tore fallen im 10 Minuten-Takt. Kagawa, zweimal Barrios und wieder Kagawa schaffen bis zur Pause den 4:0 Ensatand. In der zweiten Halbzeit nimmt der BVB mehrere Gänge raus und es reicht auch so.

Gestern haben die Bayern mit dem legendären Bayerndusel in der Nachspielzeit ein 2:1 gegen Wolfsburg erzielt. Gegen die Bayern wird kein anderer Verein anstinken können. Ansonsten ist es schwer einzuschätzen. Bremen hat ja eine gute Leistung in der Woche gegen Sempdoria Genua (hoffentlich ist das richtig) gezeigt. Die Mannschaft aus der Nachbarschaft mit dem wunderschönen Zoo und "Weltstar" Raul will ja unbedingt was reißen, macht aber derzeit wieder einmal durch internen Zirkus Schlagzeilen. Ob sie mit Raul besser sind als zuvor mit Nutella-Kurany wird man sehen. Aber vielleicht holen die ja doch noch Robinho. Das wäre dann allerdings ein Hammer, wobei sich ja nie vorhersehen lässt, ob das dann auch den Erfolg bringt. Ich denke, die werden froh sein müssen, wenn sie wieder Zweiter werden. Für mich ist da eher Leverkusen ein Aspirant (Vizekusen). Die waren über weite Strecken der letzten Saison sehr gut und sind dann nicht nachvollziehbar eingebrochen. Der HSV (Daumendrücken fürs Wochenende) wird besser abschneiden als in der letzten Saison.
Und der BVB? Die Mannschaft hat in der letzten Saison am Limit gespielt. Mit Kagawa und Lewandowski sehe ich aber auch eine Verstärkung. Ich schätze, es wird der Bereich zwischen Platz 5 und Platz 7 sein. Gegen Lebrakusen habe ich ein 1:1 getippt.

Dienstag, 29. Juni 2010

Unsere Jungs sind weiter!

Unsere BVB-Stürmer Lucas Barrios und Nelson Valdez haben mit Paraguay gegen Japan das Viertelfinale der Fußballweltmeisterschafft erreicht. Das - ansonsten schwache Spiel - wurde erst im Elfmeterschießen entschieden. Lucas und Nelson erwiesen sich als erfolgreiche Elfmeterschützen.

Sonntag, 27. Juni 2010

Frankreich, Italien, Ingländ


Mein Verhältnis zur deutschen Nationalmannschaft ist etwas kompliziert. Überwiegend Spieler des Münchner Lederhosenvereins; ein Schalker im Tor. Nur dadurch, dass sie jetzt in der Sommerpause ein anderes Trikot anziehen, breche ich deshalb nicht in Freude aus. Aber wenn es gegen England geht ist es plötzlich anders. Diese Spiele zwischen England und Deutschland haben in der Vergangenheit Fußballgeschichte geschrieben, besonders in den sechziger und siebziger Jahren. Also war es heute vor dem Spiel - trotz der beschriebenen Grundposition - schon etwas anders. Gegen England mag man nicht ausscheiden. Die deutsche Mannschaft hat es mir dann auch leicht gemacht, weil sie in den ersten 30 Minuten technisch hochwertigen Fußball geboten hat und durch tolle Tore von Klose und Podolski in Führung gegangen ist. Dann wurde es eng. Torwartfehler des Schalker Torwarts, die Engländer kommen ran. Dann ein Ball an der Unterkante der Latte. Neuer steht vielleicht etwas zu weit vorne. Der Ball klar hinter der Linie. Der Schiedsrichter und sein Gespann sieht es nicht. Der Ball war noch klarer im Tor als das legendäre Wembley-Tor von 1966 für die Engländer gegen Deutschland nicht im Tor war. Im Fußball gleichen sich Glück und Pech immer aus. Doch manchmal dauert es halt 44 Jahre. Wahnsinn. Die Engländer machen nach der Pause noch etwa 15 Minuten Druck. Danach bringen die Deutschen ihr Spiel wieder durch. Tolle Spielzüge und dann zwei schöne Tore des Bayern Müller. Das Spiel war reichlich vor Spielende gegessen. Die Engländer können nach Hause fahren.

Freitag, 14. Mai 2010

BVB-Familientag







Nach der Saison veranstaltet der BVB traditionsgemäß einen Familientag. Die Spieler geben Autogramme, auf einer großen Bühne gibt es Livemusik und Smalltalk, des Weiteren jede Menge Spielattraktionen für die Kinder. Und es gibt eine große Tombola, die zudem einen guten Zweck unterstützt. Da ich kein Autogrammjäger ( siehe den Fall Metzelder) und auch kein Fan von Volksfesten bin, gehe ich solchen Vergnügungen eher aus dem Weg. Dieses Mal mußte ich aber als Ersatz für die Enkelkinder herhalten, die sich eine Erkältung eingefangen hatten. Der Park hat ja auch für sich seinen Reiz. Immerhin zeigte der Andrang an diesem Tag, dass es für solche Veranstaltungen ein Publikum gibt.
Die Tombola: fünfundvierzig minütiges Anstehen; wohl dem, der nicht nur drei Kleingewinne (=Trinkpäckchen) abholen wollte. Immerhin: Eintrittskarten, Schirm, großes Mannschaftsposter (hängt schon in meinem Büro) und diverses Kleinzeug waren der Lohn für`s Anstehen. Und die Gewinnerin der New York-Reise hat direkt neben uns gestanden (knapp vorbei...).
Highlight war der Auftritt der Masnnschaft auf der großen Bühne. Das aus ener Entfernung von etwa 20 Metern. Wenn man an die Dimensionen im Stadion denkt, ist das schon recht Nahe. Jügen Klopp machte gekonnt den Moderator, so wie man ihn sonst aus dem Fernsehen kennt. Kevin Großkreuz und Mats Hummels betätigten sich als "Vorsänger". Immerhin!!! Jetzt ist erstmal Pause angesagt. Pokalendspiel und Championsleage-Finale werde ich mir noch anschauen. Die WM werde ich wohl nur auf Sparflamme verfolgen. Wer ist schon Jogi Löw?

Sonntag, 2. Mai 2010

Heulen müssen nur die Wölfe





Das letzte Heimspiel. Mit dem Saisonverlauf konnte man schon vorher zufrieden sein. Jetzt winkte noch der dritte Tabellenplatz. Dazu musste man aber gegen die "Wölfe" gewinnen. Borussia machte von Beginn viel Druck. Die Schwarzgelben zeigten riesige Laufbereitschaft, bestimmten das Spiel. Zwischendurch zeigten die Wolfsburger aber immer wieder, dass sie hervorragende Einzelspieler haben, die insbesondere in der Offensive spielentscheidende Zweikämpfe gewinnen können. Man darf sie nie aus den Augen lassen. Gleichwohl war der BVB spielüberlegend und erarbeitete sich gute Tormöglichkeiten. Nach gut einer halben Stunde pfiff der Schiedsrichter einen Elfmeter vor der Südtribüne. Nuri Sahin trat an. Doch weder plaziert noch hart genug geschossen. Wolfsburgs guter Torwart hatte keine großen Schwierigkeiten den Ball abzuwehren. So blieb es bis zur Halbzeit beim Null zu Null. Mit dem Spiel konnte man zufrieden sein. Mit dem Ergebnis nicht.
In der zweiten Halbzeit übernahm Wolfsburg das Kommando. Sie hatten riesige Torchancen. Weidenfeller konnte einige Male zeigen, dass er gut in Form ist. Schließlich kam es aber so, wie es kommen mußte. Wolfsburg machte das Eins zu Null. Verdient zu dieser Phase.
So würde es mit dem dritten Platz nichts, zumal Dortmunds Spieler dem hohen Laufaufwand in der ersten Halbzeit mehr und mehr Tribut zollen musste. Und in Gelsenkirchen führte Werder Bremen.
Jürgen Klopp wechselte aus. Neben Dede, Rangelow kam ein Spieler mit dem Namen ...???
Einige Minuten nach der Einwechselung war er dann jedem im Stadion bekannt: STIEPERMANN. Der Junge erzielte nämlich den Ausgleich für die Borussia. Jetzt raffte sich die Mannschaft nochmals auf, angetrieben durch die frenetischen Anfeuerungen des ganzen Stadions. Auf den Rängen brodelte und kochte es jetzt richtig. Die Dortmunder Mannschaft bekam endlich wieder Oberwasser. Letzlich reichte es nicht mehr. Mit dem Abpfiff sanken eine Reihe von Dortmunder Spielern auf den Rasen, wohl zu gleichen Teilen aus Erschöpfung und aus Enttäuschung. Doch jetzt zeigte sich, dass Dortmunds Anhänger doch eine ganz besondere Sorte sind. Prasselnder Applaus und Gesänge von der Süd zeigten der Mannschaft, dass sie durchaus etwas in dieser Saison erreicht hat und sich Respekt und Anerkennung verdient hat. Und so wurde im Stadion noch ausgiebig gemeinsam mit der Mannschaft gefeiert. Am Samstag geht`s noch zum letzten Spiel nach Freiburg. Doch im eigenen Stadion hieß es jetzt für 3 Monate Abschied nehmen.




Montag, 19. April 2010

Verschenkte Punkte gegen harmlose Hoffenheimer



1 : 1 beim vorletzten Heimspiel und der Chance auf den dritten Tabellenplatz zu klettern. Kein Wunder, dass das Stadion mit 80.100 Zuschauern rappelvoll ist. Nach den Heimerfolgen gegen Leverkusen und Bremen sollte es doch gegen die schwächelnden Hoffenheimer klappen. Hustekuchen. Wie man ja inzwischen weiss. Nach dem frühen verletzungsbedingten Ausscheiden von Zidan und Sahin konnte man nachvollziehbar eine gewisse Verunsicherung registrieren. Valdez für Zidan bedeutete sicher keine Schwächung des Teams. Doch bei Hejnal war schon mangelnde Spielpraxis zu vermerken. Borussia war in der ersten Spielhälfte spielüberlegen. Hatte auch einige Torchancen. Doch riesig war das auch nicht, was sich vorne abspielte.
Hoffenheim? Nichts!

2. Halbzeit. Der BVB macht nach der Pause Druck und es geht ganz schnell. Barrios köpft den Ball ins Tor. Der Schiedsrichter gibt das Tor nicht. Warum nicht? Ich war gut 100 Meter davon entfernt. Aber auch später konnte es mir keiner erklären. Zehn Minuten später. Jetzt köpft Valdez den Ball ins Tor. Und diesesmal zählt es. Jubelgesänge im Stadion.
Der BVB bleibt spielbestimmend. Aber agiert sichtbar vorsichtiger. Bei BVB-Standards (Ecken und Freistößen) sichern drei bis vier schwarzgelbe fast an der Mittellinie ab. Es ist klar, die wollen das Ergebnis in erster Linie halten. Oh, oh. Aber die Hoffenheimer entwickeln weiterhin; nichts!

Ganz wohl ist einem beim Zuschauen nicht. 1:0 ist eng. Aber das Spiel ist ja gleich vorbei. Jetzt kommen die Hoffenheimer doch mal nach einem Abspielfehler im Mittelfeld. Da greift doch keiner richtig an. Auch Owomoyela nicht. Flanke von links. Im Strafraum ein Kopfball. Drin. Riesiges Entsetzen bei 79.000.
800 mitgereiste Hoffenheimer jubeln. Ich fluche ohne Ende und weiß noch nicht, dass es ein Eigentor war. Dem sonst so zuverlässige Hummels passiert dieses Mißgeschick.

Und sonst? Habe das Spiel von der Nordtribüne verfolgt. Meine Dauerkarte hatte meine Tochter. Ich hatte ja an einem 25 Km-Lauf teilnehmen wollen. Laufen geht bei mir derzeit nicht. So habe ich mir auf den letzten Drücker noch eine Karte besorgt. Nordribüne? Naja: ziemlich ruhig. Haben aber bei gelungenen Szenen brav geklatscht. Und einmal im Wechsel zur Süd mit anderen Tribünen "BVB" gerufen. Totale Emotionen gibt es halt nur auf der Süd.

Beigeschmack: Auf der Süd gab es wieder Spruchbänder gegen Hoffenheims Gönner Dietmar Hopp. Vielleicht vertrage ich nicht genug Alkohol um es zu verstehen. Ob das Geld von "Gazprom" oder "Evonik" besser riecht?

Sonntag, 4. April 2010

Europapokal

Borussia gegen Werder Bremen. Der Tabellenvierte gegen den Tabellenfünften. Ein vorentscheidendes Spiel zur Erreichung eines Tabellenplatzes, der die Teilnahme am Europapokal berechtigen würde. Im Falle eines Sieges wäre Dortmund weiter gut im Rennen. Im umgekehrten Falle würde es wieder sehr eng. Werder hatte seit acht Spieltagen nicht nehr verloren. Von der Besetzung der Mannschaft eigentlich deutlich höher einzustufen als der Tabellenplatz. Es war klar, dass es ein schweres Spiel werden würde, mit ungewissem Ausgang. Die Stimmung war schon vor dem Spiel riesig. Mehr als 80.000 im Stadion.

Dortmund begann sehr stark. Setzte gleich die Akzente, machte Druck. Dass schon nach 10 Minuten die Führung gelang, war trotzdem überraschend. Owomoyela hatte von rechts geflankt. Der Dortmunder Junge Kevin Großkreuz köpfte den Ball über Bremens Torhüter Wiese ins Netz. Dass es Großkreuz war, konnte ich allerdings erst auf der Leinwand in der Wiederholung erkennen. Ein Auftakt nach Maß. Dortmund blieb danach weiter spielbestimmend. Nicht dass Werder schlecht spielte. Bis zur 17. Minute gelangen Werde fünf Ecken. Aber richtig gefährlich war das nicht. Schon in der 24. Minute das 2:0 nach einer Ecke durch Subotic. Habe ich auch erst wieder auf der Leinwand erkannt. Die Entfernung von der "Süd" zur "Nord" ist doch beträchtlich. Jetzt kochte das Stadion. Wer hätte das gedacht? Doch 2:0 gegen Bremen bedeutet nichts. Die haben oft genug bewiesen, dass sie sowas schnell umdrehen können. Als ob der Spielverlauf im eigenen Stadion nicht schon genug gewesen wäre. Dann kamen aber die Zwischenstände aus Gelsenkirchens größter Bierbude. Die Bayern machten zwei schnelle Tore. Bei Vermeldung der Zwischenstände rastete die Südtribüne völlig aus. Nicht dass die Bayern irgendwelche Sympathie genießen würde. Aber die Meisterschaft für die Blauen? Dann die Schale doch lieber nach München, das ist weiter weg und man müsste sich nicht die blöden Kommentare aus der Nachbarschaft anhören. Nach dem der Jubel verklungen war kam Bremen besser ins Spiel und hatte gute Torchancen. Doch bis zur Halbzeit ging noch alles gut zu Ende.

Zur Halbzeit wurde Kehl durch Bender ersetzt. Es spielte zunächst nur noch eine Mannschaft. Das war Werder. Der BVB war stark unter Druck. Unnötige Ballverluste und verlorene Zweikämpfe schon in der eigenen Spielhälfte. Das Anschlusstor lag in der Luft. Es ließ auch nicht lange auf sich warten. Wieder ein Fehlpass im Mittelfeld. Die Bremer waren sehr schnell vor dem Dortmunder Tor und gegen den Schuss von Aron Hunt hatte Weidenfeller keine Chance. Das konnte ja was werden, zumal Werder weiter anstürmte. Jetzt gab es aber auch einige Dortmunder Konter. Vielleicht konnte ein Glückstreffer das Spiel doch noch vorzeitig entscheiden. Auf dem Spiel ging es jetzt hin und her. Werder war immer noch spielstärker. Die Dortmunder Konterchancen hätten inzwischen aber eine Vorentscheidung bringen können. Die Stimmung im Stadion war großartig. Vor allem die Südtribüne begriff, dass die eigene Mannschaft Unterstützung brauchte. Inzwischen waren Zidan und Hummels vom Platz; dafür kamen Hajnal und Santana. Die Bremer mussten ihrem Sturmlauf Tribut zollen. Schmelzer und zweimal Lucal Barrios hätten jetzt alles klar machen müssen. Jetzt zeigte Wiese gute Reaktionen, nachdem sich bis dato Weidenfeller eine gute Note schon verdient hatte. In den Schlussminuten lebte das Spiel von der Spannung. Die Stimmung brodelte. Jürgen Klopp hielt es nicht mehr auf die Bank. In Richtung Osttribüne ruderter er mit den Armen und gestikulierte. "Jetzt helft doch mit", so die Botschaft. Und tatsächlich, jetzt rührten sich auch die Zuschauer auf den teuren Sitzplätzen. Das Stadion bebte. Ob es geholfen hat? Jedenfalls wurde das Ergebnis gehalten. Der Schlusspfiff ging im ohrenbetäubendem Jubel unter.

Die Mannschaft wurde minutenlang gefeuert. Das 2:1 ein großer Schritt in Richtung Europapokal. Dann die Endergebnisse aus den anderen Stadien. Gelsenkirchen verliert und auch Leverkusen lässt die Punkte in Frankfurt. Ein Jubeltag im schönsten Stadion der Welt.

Nachtrag: Haburg erzielt zu Hause nur eine Nullnummer gegen Hannover. Gut für uns. Die Ausgangsposition vor den letzten fünf Spielen ist jetzt gut. Aber entschieden ist noch gar nichts.

Bei den Videos müsste eigentlich das unterste ganz nach oben; es war nach dem 2:0 durch Subotic. Dann die Zwischenstände aus Ge und schließlich nach dem Schlusspfiff.




Sonntag, 21. März 2010

BVB verkloppt Leverkusen

3 : 0 gegen Bayer Leverkusen! Wer hätte das gedacht? Mein Tip vorher war ein 1:1, begleitet von reichlich Wunschdenken. Nach der ersten Halbzeit, es stand 0:0, hätte ich ein solches Ergebnis sofort angenommen und auf die zweiten 45 Minuten verzichtet. Bayer hatte vor allem bis zur 30 Minute ein klasse Spiel gezeigt: eine vortreffliche Raumaufteilung, das Spiel bestimmt und einige sehr gute Torchancen erspielt. Borussia fand gar nicht statt, bis auf Roman Weidenfeller, der das Tor mit Glanzparaden sauber hielt. Kein einziger Torschuß unserer Mannschaft. Aufatmen beim Halbzeitpfiff. Es konnte eigentlich nur besser werden.
Dortmunds komplette Mannschaft kam zeitig aus der Kabine. Ein Zeichen? Doch, jetzt gingen sie anders ins Spiel, attakierten von der ersten Sekunde und kamen endlich vor das Adler-Gehäuse. Als Barrios vor der Nordkurve nach gerade 5 Minuten den Ball ins Leverkusener Tor unterbrachte, war die erste Halbzeit auf den Kopf gestellt. Das Stadion kochte. Und Borussia machte gleich weiter, erzeugte Druck und Leverkusen war von dert Rolle. Nach nur weiteren 10 Minuten das 2: 0. Wieder Lucas Barrios! Das Stadion brodelte und kochte. Das ganze Stadion! Bis auf die etwa 3.000 Leverkusener. Selbst auf der West- und der Osttribüne war jetzt entzückende Bewegung. Dort, wo sonst westfälisches Temperament für Ruhe sorgt und wo man in aller Regel sich allenfalls mal beim Torjubel von den Sitzen erhebt, was vielleicht daran liegt, dass die Plätze so teuer sind. Eine solche Lautstärke hatte des in dieser Saison noch nicht gegeben! Das Spiel war komplett gedreht. Eine halbe Stunde noch. Da ist ein Spiel noch nicht zu Ende. Bayers Trainer Heynkes schöpfte sein Auswechselkontingent aus. Doch das brachte nichts. Von Bayer kam kaum noch etwas, was den Dortmunder Jubelsturm stoppen konnte. Kurz vor Schluss machte der eingewechselte Rangelov das 3:0. So ist Fußball.

Samstag, 13. März 2010

Heimspiel in Bochum?

Premiere für mich. Ich verfolge ein Spiel "live" im BVB Netradio. Heute BVB gegen Bochum aus dem "Dortmunder Ruhrstadion", so jedenfalls Boris Rupert und Norbert Dickel. "17.000 Dortmund und 13.000 Bochumer", höre ich. Na, die beiden Kommentatoren sind nicht ganz neutral. Spiel ist angepfiffen.

Dortmund spielt mit:
Weidenfeller, Subotic,Santana, Owomoyela, Schmelzer, Kehl, Großkreuz, Kuba, Sahin, Zidan, Barrios.
Nach 8 Minuten ist nicht viel passiert. Viele Fehlpässe. Gelegentlich hört man die Dortmunder Fans. Von Bochumern ist bisher nichts zu hören. Gut, das hängt natürlich auch davon ab, wo das Mikro hängt.

Tor! 1 : 0 durch Kehl? Die beiden Experten kriegen es nicht ganz hin. Nein, Eigentor durch Maltriz mit der Schulter. Auch nett.

Bochum schießt ein Abseitstor. Abgepfiffen.

Nach 25 Minuten: 65 % Ballbesitz für Dortmund.

2: 0 Zidan 27. Spielminute; Vorbereitung durch Kuba; Kunstschuss von Zidan.

Boris Rupert und Norbert Dickel verfolgen das Spiel aus dem Stadion, nehme ich mal an. Schauen aber wohl auch Premiere (?) und lesen ZDF-Videotext.

Wieder ein Absatztreffer von Bochum. Zweifelhaft entschieden gegen Bochum.

Rote Karte für den Bochumer Maric nach Tätlichkeit (35. Minute). Ich traue den beiden Moderatoren nicht mehr so ganz. Schaue mal auch im Videotext nach. Stimmt aber. Platzverweis für den Bochumer.

Halbzeit!

Meine Halbzeit war wohl zu lange. Steht 2 : 1. Gerade gefallen, in der 53. Minute. Jetzt hört man auch was von den Bochumern, nämlich den Stadionsprecher. Bloß keine Punkte hier abgeben.

Sahin bekommt die gelbe Karte. Es ist seine Fünfte. Er ist im wichtigen Heimspiel gegen Leverkusen gesperrt. Bochum drängt.

Ich wechsel zu "90elf " (Internet-Radio); da gibt`sw eine Konferenzschaltung und Berufskommentatoren. Dortmund wechselt aus. Für Zidan kom Hajnal. Der soll wohl Spielpraxis bekommen, weil eben Sahin im nächsten Spiel fehlt.

Zwischenstände um 17 Uhr:

Hannover - Frankfurt (2 : 1)

Gladbach - Wolfsburg (0 : 3)

Berlin - Nürnberg (1 : 1)

Mainz - Köln (0 : 0)

Ich versuche zurück zu "Netradio" hätte nicht tun sollen. Verpasse das 3 : 1 von Barrios; erwische jetzt aber das 4 : 1. Wieder unser Torjäger.

Nelson Valdez- kurz vorher für Kuba eingewechselt, holt sich eine Zerrung. muss für Julian Koch (Nummer 45) ausgewechselt werden.

Dortmunds Fans holen die weißen Taschentücher raus (Auf Wiedersehen! Ihr habt bezahlt - ihr könnt jetzt gehen).

Das Spiel ist gelaufen. Es passiert nichts mehr. Ende: 4 : 1.

Gladbach geht zu Hause gegen Wolfsburg mit 4 : 0 unter. Mainz gewinnt das Karnevalsduell gegen Kön mit 1 : 0. Herta verliert noch 1 : 2 gegen Nürnberg (unfassbar). Hannover gewinnt tatsächlich 2 : 1 gegen Frankfurt.

Fußball im Internet: Ist nicht mein Ding! (17.30 Uhr)